Kräuterspaß
Alles rund um heimische Kräuter
Rezepte
Die hier bereitgestellten Rezepte wurden alle aus den Unterrichtsmaterialien zur Pflanzenheilkunde-Ausbildung 2016, Langen von Marion Bredemeier (Mitwelt aktiv, Natur- und Heilpflanzenschule) und Eva Gibbels (Langener Kräuterkiste) entnommen. Die Autorin der Website gibt keine Garantie auf Richtigkeit der Rezepte.
Zu jedem Rezept einer Kräutermischung gehört ein Etikett, welches für die private Nutzung unter Etiketten heruntergeladen werden kann. Weitere Rezeptideen, Etiketten, Kräuterübersichten (immer mit Quellenangaben), aber auch Kritik und Anpassungsvorschläge können an annamaraschoen@yahoo.de gesendet werden, um sie aufzunehmen bzw. Bestehendes anzupassen.
Weidenrindentinktur
Ein- bis dreijährige Zweige werden im Frühjahr vor dem Blattaustrieb geschnitten. Die abgeschälte Rinde wird in kleinen Stücken zu 2/3 in ein helles Schraubglas gegeben und mit Doppelkorn aufgefüllt. Vier bis sechs Wochen an einen sonnigen Platz stellen, täglich schütteln, abseihen. Kühl und dunkel hält sich die Tinktur etwa fünf Jahre.
Bei akutem Kopfschmerz, bei Fieber, rheumatischen Beschwerden und Zahnweh nehmen Erwachsene alle paar Stunden 10 bis 15 Tropfen (Kinder ab dem Schulalter drei bis fünf Tropfen) oder reiben sich äußerlich an den schmerzenden Stellen damit ein.
Eichenrinde lose - für Bäder und Umschläge
Ein- bis dreijährige Zweige werden im Frühjahr vor dem Blattaustrieb geschnitten. Die Rinde wird abgeschält und zum Trocknen ausgelegt.
Bei Hand- und Fußschweiß sowie nässenden Ekzemen, zusätzlich bei Nagelpilz wird darin gebadet oder Umschläge gemacht. Dafür werden 2 EL Eichenrinde mit 1 Liter kaltem Wasser aufgesetzt, erhitzt und 15 Min. lang gekocht und unverdünnt für Teilbäder genommen. Bei entzündlichen Hauterkrankungen mit Juckreiz, z.B. Windpocken, wird mit Eichenrindendekokt abgetupft.
Beinwell-Tinktur
1 Teil getrocknete Blutwurz-Wurzel auf 5 bis 10 Teile Schnaps. An einen warmen Ort stellen und täglich schütteln, nach 2-3 Wochen abseihen, dunkel und kühl lagern.
Innerlich: Entzündungen des Dünn-, Dickdarms, jegliche Art von Durchfällen, z.B. Sommerdurchfälle, infektiöse Darmerkrankungen, Darmblutungen, Brechdurchfälle, übermäßige Regelblutungen; Magen- und Darmstörungen, besonders bei Blähungen und Durchfällen, die mit Gärungserscheinungen in Verbindunge stehen.
Dosis: 1:10 verdünnen, d.h. 3-5 Mal täglich 10-30 Tropfen in etwas Wasser einnehmen. Nicht länger als 5 Tage einnehmen bei Durchfall.
Äußerlich: Gurgel- und Spülmittel bei Entzündungen in Mund- und Rachen, am Zahnfleisch und an den Schleimhäuten. Besonders wirksam ist das Gurgeln bei entzündeten Mandeln.
Äußerlich: Bei Hämorrhoidalblutungen, bei blutenden und schlecht heildenden Wunden, Verbrennungen und Erfrierungen.
Dosis: 1/2 TL auf 1/8 l Wasser, mehrmals täglich gurgeln.
Spitzwegerich-Tinktur
Frische, kleingeschnittene Spitzwegerichblätter in ein helles Schraubglas geben und mit Weizenkornschnaps übergießen, an einem sonnigen Platz ziehen lassen und täglich schütteln, nach 4-6 Wochen abseihen.
Äußerlich: Bei Wespenstich 1 EL Tinktur auf 1/4 l Wasser geben. Mullläppchen eintauchen und auflegen, immer wieder befeuchten.
Gel: 10 g Hydroxyethylcelluslosegel, Fa. Apomix (Haltbarkeit prüfen), und 4 ml Spitzwegerich-Tinktur vermischen und in eine Tube füllen.
Bei Glenksarthrose, besonders im Knie, aber auch im Hüftgelenk oder im Rücken, bei Amputationsstümpfen, Schleimbeutelentzündungen, Knochenhaut- und Venenentzündungen
Frische zerkleinerte Beinwellwurzeln bis zu 2/3 in eine Flasche füllen, mit Weizenkornschnaps auffüllen, 4-6 Wochen an einen warmen Ort stellen, ab und zu schütteln, danach abfiltrieren. Mehrmals täglich schmerzende Stellen einreiben.
Blutwurz-Tinktur
Johanniskrautöl
Ein Schraubglas zu 2/3 mit frischen Johanniskrautblüten füllen und mit gutem Olivenöl auffüllen, verschließen und für 4-6 Wochen in die Sonne stellen, ab und zu schütteln, in eine dunkle Flasche abseihen (evtl. durch einen Kaffeefilter).
Vorsicht: erhöht die Lichtempfindlichkeit!
Schafgarbensalbe
2 EL Schafgarbenblüten mit 200 ml Olivenöl aufgießen und kurz erhitzen. Von der Kochstelle nehmen und über Nacht stehen lassen; nochmals erhitzen und abseihen. 30 g Bienenwachs in das Öl geben und schmelzen lassen. 1/2 TL Propolistinktur oder 2 Kapseln Vitamin E dazu geben, in Döschen füllen und nach dem Erkalten verschließen. Die Salbe ist 1 Jahr haltbar, dunkel gelagert auch länger.
Katzenkratzer und Schwellungen nach Insektenstichen verheilen schnell.
Bronchialsalbe
2 EL Maitriebe von Fichten, Tannen, Lärchen und Kiefern mit 200 ml Olivenöl aufgießen und kurz erhitzen, von der Kochstelle nehmen und über Nacht stehen lassen, nochmals erhitzen und abseihen. 30g Bienenwachs in das Öl geben und schmelzen lassen. 1 Dragee Vitamin E dazu geben und evtl. 2-3 Tropfen ätherisches Öl Anis, Fenchel, Lavendel. In Döschen abfüllen und nach dem Erkalten verschließen. Die Salbe ist für Kinder ab 1 Jahr geeignet.
Schafgarbe lose - Leberwickel und -auflage
Ein feucht-heißer Leberwickel lindert das unangenehme Völlegefühl nach dem Essen bei Erkrankungen der Leber und Galle. Er ist Bestandteil der sogenannten Frühjahrs- und Entgiftungskur und wird im Liegen angelegt.
2 EL Schafgarbenkraut mit 1 Liter heißem Wasser übergießen, 10 Min. abgedeckt ziehen lassen und in eine Schüssel abseihen.
Ein Innentuch (Geschirrhandtuch) wird auf Lebergröße gefaltet, aufgerollt , auf ein größeres Leinentuch (Auswringtuch) gelegt und in diesem zu einer Rolle eingewickelt. Beide Enden dieser Rolle hält man in den Händen und die Mitte der Rolle (mit dem Innentuch) wird in den Schafgarbentee getaucht. Man lässt die Rolle vollsaugen und wringt sie kräftig aus. Je weniger nass das Innentuch ist, umso heißer wird es auf der Leber vertragen und desto besser speichert es die Hitze. Der Wickel wird behutsam auf die Leber gelegt und mit einem langen Wollschal um den Bauchbereich straff fixiert. Der Wickel wird solange belassen, wie es angenehm erscheint. Durch Wärmflaschen kann die Wärmewirkung noch verstärkt oder verlängert werden. Ein Leberwickel kann bis zu 45 Minuten dauern mit gleicher Nachruhzeit.
In ein 500g Glas ca. 1 cm hoch zerzupften Spitz-Wegerich geben und 500 g guten Honig (cremig bis flüssig) darauf geben. 10 Tage an ein sonniges Fenster stellen, immer mal umdrehen. Danach durch ein grobes Sieb ablaufen lassen. 3-5 TL pro Tag bei Husten einnehmen.
Das frische Kraut fördert die Selbstheilungskräfte auch nach Krebserkrankungen, hilft schnell bei aufkommenden Erkältungeskrankheiten und akuter Entzündung der Atemwege.
Spitzwegerichhonig
Kraftwein
Verdauungsfördernd
Beifuß, Schafgarbe, Weißdorn - Blüten und Blätter
Kamille, Johanniskraut - Blüten
Thymian, Spitzwegerich, Brennnessel - Blätter
Löwenzahn - Wurzel
Die Kräuter werden klein geschnitten, zu gleichen Teilen gemischt, in ein helles Schraubglase gegeben und mit 250 ml Doppelkorn oder Wodka aufgegossen; nach 2 Wochen an einem warmen, sonnigen Ort (täglich schütteln) werden die Kräuter abgeseiht und nochmals mit Alkohol aufgegossen. nach weiteren 2 Wochen an einem warmen, sonnigen Ort werden beide Alkoholauszüge zusammen gegossen und in eine dunkle Flasche abgeseiht (Grappendorf, 2006).
Esslöffelweise und nach Bedarf zu sich nehmen.
Gundermannblätter kleinschneiden, in ein helles Schraubglas geben und mit Honig übergießen; 2-3 Wochen ziehen lassen. Das Glas täglich umdrehen. Danach durch ein grobes Sieb laufen lassen. Täglich einen Teelöffel nehmen.
Die Pflanze wirkt entzündungshemmend und fördert als frisches Kraut die Selbstheilungskräfte. Anwendungsgebiet sind langwierige, entzündliche Krankheiten (Rheuma), z.B. rheumatisches Fieber oder entzündlicher Gelenkrheumatismus (chronische Polyarthritis), von der in der Mehrzahl Frauen in der zweiten Lebenshälfte betroffen sind. Es kommt zu abakteriellen Gelenkkapselentzündungen. Die Krankheit beginnt meist schleichend an Fingermittel- oder Fingergrundgelenken.
Honig auf Mullkompresse ausstreichen und auf entzündete schlecht heilende Wunden legen. Als gutes Zugmittel zieht es die Entzündung heraus. 10 Minuten einwirken lassen, dann lauwarm abspülen oder abduschen, mehrmals täglich wiederholen.
Gundermannhonig
Nervenwein
800 ml Rotwein, 30 g frische Kräuter - Frauenmantel, Hopfenzapfen, Johanniskraut, einige Stängel Lavendel, Melisse, einige Wegwarteblüten -, kleines Stück Zimstange, 80 ml Doppelkorn, eventuell einige Stücke Kandiszucker mischen.
2-3 Wochen an einen sonnigen Ort stellen, tgl. schütteln, abseihen, bei Bedarf 1 Mal tgl. 1 Schnapsglas trinken.
Lebenselexier
Je 3 Äste Beifuß und Schafgarbe, einige Stückchen Kandis, ca. 50 ml Weizenkornschnaps einfüllen, mit Rotwein auffüllen. 3 Wochen bei Zimmerwärme oder am Sonnenfenster stehen lassen, gelegentlich schütteln, danach abseihen. Tgl. 2-3 Mal vor den Mahlzeiten 1 Likörglas trinken.
Verdauungsfördernder Wein
Etwas Schafgarbe, Löwenzahnwurzel, Beifuß, Ingwerwurzel, Bachbunge, Melisse und Johanniskraut in eine Flasche geben, fingerdick Weizenkorn zugeben, mit Rotwein auffüllen und 7 Tage an die Sonne stellen, täglich schütteln, abfiltern. Etwas 1-3 Jahre haltbar. 2-3 Mal tgl. 1 El vor dem Essen.
Verjüngender Wein
Je 1/4 TL Thymian und Rosmarin, 1/2 TL Löwenzahnwurzel, 1/2 TL Brennesselsamen, Messerspitze Zimt, etwas Muskat in eine Flasche füllen. Fingerdick Weizenkorn einfüllen, 1 EL Kandis dazu und mit Rotwein auffüllen. 1 Woche warm stellen, täglich schütteln, abseihen.
Mondflusswein
4-5 Ästchen Schafgarbe und Gänsefingerkraut in eine 300 ml Flasche füllen, eine Messerspitze Zimt zugeben. Fingerbreit Weizenkorn einfüllen, etwa 1 EL Kandis zugeben. Mit Rotwein auffüllen. Bei Menstruationsbeschwerden ein Gläschen voll trinken.
Herzwein
1 TL oder 1 Ästchen Melisse, 2 EL Weißdornbeeren, -blüten oder -blätter sowie etwas Schafgarbe und eine Messerspitze gemahlener Zimt, 1 El Kandis in eine Flasche geben, fingerdick Weizenkorn zugeben und mit Rotwein aufgießen, 3 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen, täglich schütteln, abseihen, 1 Likörglas 2 Mal tgl. trinken.
0,5 l Weißwein mit 3 EL fein zerschnittenen Hopfenzapfen versetzen und etwa zwei Wochen bei Zimmerwärme stehen lassen, gelegentlich schütteln, danach abseihen und durch Filterpapier filtern. Tgl. 2-3 Mal ein Likörglas voll trinken. Bewährtes Mittel zur Beruhigung. Bei Überdosierung Magenschmerzen.
Hopfenwein
Verspannungsschmerzen, Nervenschmerzen, Gürtelrose, Ischialgie, Trigeminusneuralgie
Ein Papiertaschentuch auf ein Stück Pergamentpapier legen. Das Papiertaschentuch mit Johanniskrautöl beträufeln, alles zusammen falten. Zwischen zwei Wärmflaschen legen, damit sich das Öl aufwärmen kann. Das zusammengefaltete Taschentuch auf den Nacken auflegen, ein Leinentuch und dann ein Wollturch darüber decken; evtl. zusätzlich noch eine Wärmflasche auflegen. Die Auflage bleibt so lange liegen, wie sie als angenehem empfunden wird. Nachwärmen!
Johanniskraut-Ölauflage
Rosskastanientinktur
Die Rosskastanie besitzt venentonisierende Eigenschaften und fördert dadurch den venösen Rückfluss. Sie wird bei Symptomen der chronisch-venösen Insuffizienz (Schmerzen und Schweregefühl der Beine, Ödeme, Wadenkrämpfe, Jurckreiz und Brennen) eingesetzt, aber auch beim postthrombotischen Syndrom.
Kastanien zerschneiden (oder zerstampfen) und mit Weizenkornschnaps aufsetzen. 4-6 Wochen stehen lassen, dann durch einen feinen Filter gießen. Mehrmals täglich auftragen. Die Tinktur kann auch aus den Blüten hergestellt werden.
Erkältung, Husten, festsitzendem Husten, Bronchitis, Rippenfellentzündung
Ein Stück einer Bienenwachs-Mittelwand auf die richtige Größe zuschneiden. Zwei Wärmflaschen mit heißem Wasser füllen. Auf die eine Wärmflasche zunächst eine Schicht Pergament-Papier auflegen, dann ein Stück Leinenstoff in passender Größe, darauf dann das Mittelwand-Stück, darüber wieder Pergament-Papier und die zweite Wärmflasche auflegen. Nur kurz anwärmen lassen (nicht ganz schmelzen!), so dass die Auflage weich und biegsam wird. Sofort auflegen.
Bienenwachsauflagen können bei demselben Patienten mehrmals verwendet werden.
Bienenwachsauflage
Baldrian-Tinktur
Bei nervösen Reizzuständen, seelischen Verspannungen, Schlaflosigkeit 30 - 50 Tropfen bis 1 TL mit etwas Wasser verdünnt einnehmen.
Wurzeln ausgraben, gründlich waschen und durch Kämmen mit einem großen Kamm die kleinen Wurzelfasern entfernen. Die zweijährigen Wurzeln gelten als am wirkstoffreichsten. Wurzeln werden mit Weizenkornschnaps aufgefüllt, 4 - 6 Wochen an ein Sonnenfenster gestellt, danach abgefiltert.
Brennnesselcreme-Suppe
150 g Brennnesselblätter, 200 g Tofu, 1 l Gemüsebrühe, 2 TL Zucker, Salz, weißer Pfeffer
Schritt 1 Die Brennnesselblätter grob zerkleinern, Tofu würfeln.
Schritt 2 Die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Brennnessel, Tofu und Zucker hinein geben und etwa 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Schritt 3 Pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Efeutee
Bei Husten
Tee: ½ TL mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 10 - 15 Min. ziehen lassen, abseihen; bis zu 3-mal tgl. 1 Tasse, mit Honig gesüßt, trinken
Gänsefingerkrautsuppe
2 Handvoll Gänsefingerkrautblätter, 1 Zwiebel, Öl, etwas Mehl, ½ l Brühe, Basilikum, Liebstöckel, 1 Eigelb, etwas süße Sahne
Schritt 1 Zwiebel hacken, in Öl glasig dünsten und mit Mehl bestäuben
Schritt 2 Gänsefingerkrautblätter säubern, klein schneiden, zugeben und mit Brühe auffüllen, 20 Minuten kochen lassen
Schritt 3 Kräuter zugeben und alles pürieren
Schritt 4 Eigelb und Sahne verquirlen, löffelweise zugeben, mit Pfeffer und Salz abschmecken
Gundermann-Nussdessert
140 g Cashewnüsse, 200 bis 250 ml Wasser, 200 ml Rapsöl, 1 geh. EL Johannisbrotkernmehl, 2 bis 3 EL Agavendicksaft oder Birkenzucker, 2 TL Vanillezucker, Saft von ½ Zitrone, 1 Banane, 1 Apfel, 1 kleine Handvoll Gundermann
Schritt 1 Nüsse über Nacht mit Wasser bedecken, weichen lassen, abgießen, nacheinander mit allen Zutaten außer Obst pürieren. Wassermenge nach Konsistenz zugeben.
Schritt 2 Apfel vierteln, entkernen und mit Banane, Gundermannblättern und Zitronensaft pürieren.
Schritt 3 alles mit der Nussmasse vermischen; mit frischen Blüten dekorieren.
Harnwegstee
Birkenblätter Betulae folium 30,0 g
Brennnesselkraut Urticae herba 30,0 g
Schachtelhalmkraut Equiseti herba 20,0 g
Goldrutenkraut Virgaurea herba 20,0 g
M.D.S. 1 TL auf eine Tasse heißes Wasser, 3- bis 5-mal tgl. 1 Tasse
Hautsuppe
Diese Suppe treibt die Schadstoffe aus dem Gewebe und liefert neue Lebensenergie.
1 große Handvoll Wildkräuter (Brennnesselblätter, Spitzwegerich, Vogelmiere, Löwenzahn, Giersch), etwas Gänseblümchen, Gundermann, und Schafgarbe, 1 Kartoffel, 1 Möhre, etwas Butter, 1 l Brühe, Blüten zum Garnieren
Schritt 1 Wildkräuter zerkleinern, mit in Stücke geschnittener Kartoffel und Möhre in etwas Butter andünsten
Schritt 2 Mit Brühe aufgießen, 20 Minuten leise köcheln lassen, pürieren, abschmecken
Schritt 3 Mit Blüten garnieren
Huflattichröllchen
20 handtellergroße Huflattichblätter, 100 g Quinoa oder Hirse, 1 Paprikaschote, 1 kleine Zucchini, 1 Zwiebel, Ayvar, Salz, Pfeffer, Öl
Schritt 1 Haarfilz von den Huflattichblätter trocken abreiben, 3 Min blanchieren,
Schritt 2 Quinoa kochen
Schritt 3 Gemüse und Zwiebel klein schneiden, in einer Pfanne Öl auslassen und Zwiebel anbraten, Gemüse zufügen und mit Ayvar, Salz und Pfeffer würzen. 10 Min garen und anschließend pürieren.
Schritt 4 Quinoa und püriertes Gemüse mischen. 1 EL auf die Mitte eines Huflattichblatts legen, einrollen, mit Zahnstochern fixieren
Kartoffelwickel/ -auflage
Kartoffelwickel haben eine sehr viel längere Wärmewirkung als feucht-heiße Wickel und haben zudem eine größere Tiefenwirkung. Sie sind besonders gut geeignet bei schmerzhaften Nacken- und Rückenverspannungen. Bekannt sind auch Halswickel mit heißen Kartoffeln bei Halsschmerzen sowie bei Mumps.
5 - 6 Kartoffeln mit Schale weich kochen, auf ein Geschirrtuch legen (evtl. noch etwas Küchenpapier unterlegen), zusammenfalten, so dass ein rechteckiges Päckchen entsteht und die Kartoffeln zerquetschen. Das Päckchen mit der 1-lagigen Seite so heiß wie möglich auf die schmerzende Stelle legen. Vorsicht: Sehr heiß, evtl. wieder entfernen, bis die Temperatur richtig ist. Kartoffelauflagen werden am besten im Bett liegend durchgeführt, damit sich die Muskeln so gut wie möglich entspannen können. Die Auflage wird entfernt, wenn sie unangenehm wird. Maximal 1-mal täglich anwenden, solange die Beschwerden anhalten. Nach Abnahme der Kartoffelauflage nachruhen und sich warm halten!
Kontraindiziert sind Kartoffelwickel bei Entzündungen, Fieber, Herz-Kreislauf-Schwäche und bei akut entzündlichen Halsschmerzen (dann lieber kalte Wickel).
Kohlauflagen wirken durchblutungsfördernd auf das Gewebe, sie regen den Gewebsstoffwechsel an, sind schmerzlindernd und fördern die Beweglichkeit der Gelenke durch die enthaltenen Senföle. Die schwefelhaltigen Wirkstoffe fördern den Lymphabfluss, entgiften und wirken abschwellend. Sie desinfizieren, hemmen die Entzündung und kühlen mild. Es ist ein Hausmittel bei offenen Beinen.
Die harten Blattadern des gewaschenen und abgetrockneten Kohlblattes werden mit dem Messer entfernt. Blätter mit Glasflasche quetschen bis Saft austritt; Blätter dachziegelartig von unten nach oben einander überlappend auf die Haut auflegen und mit einer Binde über das Gelenk hinaus befestigen.
Wirsing nimmt man bei chronisch rheumatischen Beschwerden, Abszessbildung, Nagelbettentzündung, Ohrenschmerzen
Weißkohl wird verwendet bei akuten Entzündungen, schlecht heilenden Wunden, Venenentzündung, Arthritis, Gelenkergüsse, Quetschung, Brustdrüsenentzündung, Insektenstiche
Anwendung 1-mal tgl.
Kontraindikation: bestehende Unverträglichkeit, Säuglinge, Kleinkinder
Eine Erstverschlimmerung ist möglich (zeigt Beginn der Heilung), besser nach 2. Und 3. Anwendung
Kohlauflage
Leber-Galle-Tee
Löwenzahn Taraxaci herba 40,0 g
Schafgarbe Millefolii herba 30,0 g
Johanniskraut Hyperici herba 10,0 g
M.D.S.: 1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 7 Min. ziehen lassen., bei Bedarf 1 Tasse möglichst warm
Leberwickel /-auflage
Ein feucht-heißer Leberwickel lindert das unangenehme Völlegefühl nach dem Essen bei Erkrankungen der Leber und Galle. Er ist Bestandteil der sogenannten Frühjahrs- und Entgiftungskur und wird im Liegen angelegt. (siehe Kap. 2.9)
2 EL Schafgarbenkraut mit 1 Liter heißem Wasser übergießen, 10 Min. abgedeckt ziehen lassen und in eine Schüssel abseihen.
Ein Innentuch (Geschirrhandtuch) wird auf Lebergröße gefaltet, aufgerollt, auf ein größeres Leinentuch (Auswringtuch) gelegt und in diesem zu einer Rolle eingewickelt. Beide Enden dieser Rolle hält man in den Händen und die Mitte der Rolle (mit dem Innentuch) wird in den Schafgarbentee getaucht. Man lässt die Rolle vollsaugen und wringt sie kräftig aus. Je weniger nass das Innentuch ist, umso heißer wird es auf der Leber vertragen und desto besser speichert es die Hitze. Der Wickel wird behutsam auf die Leber gelegt, die sich unter dem rechten Rippenbogen befindet. Ein Handtuch wird darüber gelegt und mit einem langen Wollschal um den Bauchbereich straff fixiert. Der Wickel wird solange belassen, wie es angenehm erscheint. Durch Wärmflaschen kann die Wärmewirkung noch verstärkt oder verlängert werden. Ein Leberwickel kann bis zu 45 Minuten dauern mit gleicher Nachruhezeit.
Leinsamenkompresse/-auflage
Schnupfen, Nasennebenhöhlen-, Stirn- und Kiefernhöhlenentzündung, Furunkel
1 ½ Tassen geschroteten Leinsamen mit knapp 2 Tassen Wasser zum Kochen bringen und 5 - 10 Min. unter Rühren quellen lassen. 3 gehäufte TL von diesem Brei in ein Papiertaschentuch geben, etwas ausstreichen, die Ränder einschlagen und das Päckchen auflegen. Möglichst mit einem Wolltuch bedecken. Sobald die Auflage abgekühlt ist wird sie mit einer neuen ersetzt. Nach dieser Behandlung etwa 1 Std. im Warmen bleiben.
Kontraindikation: akute Entzündung, wenn sich bei Wärme die Beschwerden verschlimmern.
Löwenzahntee
1 TL Wurzel mit kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen, etwa 10 Min. ziehen lassen, abseihen mehrmals tgl. 1 Tasse
Ringelblumentee
1 TL mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen, abseihen
Spaghetti mit Kapuzinerkressepesto
1 Handvoll Kapuzinerkresseblätter, und –blüten, ½ Knoblauchzehe, 1 EL geriebene Walnüsse, Salz und Pfeffer, 50 ml Olivenöl
Schritt 1 Blätter und Blüten verlesen, waschen und klein schneiden
Schritt 2 Im Mixer zerkleinern und langsam das Olivenöl zugeben. Geriebene Nüsse beimischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
1 TL Spitz-Wegerichblätter mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. ziehen lassen., bei Bedarf 1 Tasse möglichst warm
Spitzwegerich-Hustentee
Stiefmütterchentee
2 TL mit ¼ l heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen; 3 Tassen täglich
Tausendgüldenkraut-Magentee
1 TL Tausendgüldenkraut mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen lassen, vor den Mahlzeiten 1 Tasse
Vorsicht: Nicht bei Magen-Darm-Geschwüren anwenden!
Waldmeistercreme oder Fichtenspitzencreme
500 ml Apfelsaft, 20 Stängel Waldmeister (oder 100 g Fichtenspitzen), 2 Zitronen, 1 Pck. Vanille-Puddingpulver, Zucker nach Bedarf
Schritt 1 Die Blüten bzw. Blätter über Nacht in Apfelsaft mit Zitronensaft legen und danach abfiltern.
Schritt 2 Das Puddingpulver mit ein wenig Saft anrühren. Den Saft aufkochen und das Puddingpulver einrühren.
Schritt 3 Evtl. Eiweiß steifschlagen und unter die abgekühlte Flüssigkeit heben.
Schritt 4 Die Creme zum Abkühlen kühl stellen. Zum Servieren mit frischen Blättern oder Blüten garnieren.
1 TL Blüten, Blätter, Beeren mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 7 Min. ziehen lassen; 3‑mal tgl. 1 Tasse
Weißdorntee
Wildkräuterpesto
300 g Löwenzahnwurzeln, Nachtkerze u.a., 1 EL Zitronensaft oder Essig, ¼ l Wasser, 1 kleine Zwiebel, Öl, 1 EL Stärkemehl, 100 g Räuchertofu, Salz, Pfeffer
Schritt 1 Wurzeln waschen, abbürsten und in 5 cm lange Stücke schneiden;
Schritt 2 Essig oder Zitronensaft in ¼ l Wasser zum Kochen bringen, Wurzelstücke hineingeben und weich kochen;
Schritt 3 Zwiebelstückchen im Öl glasig dünsten, Stärkemehl einrühren und mit etwas Löwenzahn-Kochwasser aufgießen;
Schritt 4 Wurzeln und klein geschnittenen Tofu zu den Zwiebeln geben, würzen und mit Toast servieren
Hefeteig 200 ml warmes Wasser, 25 g Öl, 20 g Hefe (1/2 Würfel), 350 g Mehl, 1 TL Salz, 1 Prise Zucker oder Agavendicksaft.
Schritt 1 Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, Salz, Öl und Prise Zucker zugeben. Diese Mischung zum Mehl geben und alles verkneten.
Schritt 2 Den Teig etwa eine halbe Stunde an einen warmen Ort stellen und gehen lassen.
Belag: 500 g Wildkräuter, 1 Zwiebel, Tomatenmark oder Tomatensoße, 250 g Käse, Salz, Pfeffer, etwas Oregano und Thymian
Schritt 1 Wildkräuter säubern und zusammen mit der Zwiebel grob hacken; beides kurz in wenig Wasser garen; durch ein Sieb gießen und die Masse würzen.
Schritt 2 Hefeteig auf einem gefetteten Blech ausrollen, mit Tomatenmark bestreichen und die Masse darauf verteilen
Schritt 3 Nach Belieben mit weiteren Zutaten belegen, würzen und mit Käse bestreuen
Im vorgeheizten Backofen bei 220°C (Umluft 200°C, Gas Stufe 4 – 5) auf der unteren Schiene etwa 25 min. backen.
Wildkräuterpizza
100 g Wildkräuter, 200 g geriebene Nüsse, 100 ml kaltgepresstes Olivenöl, 4 EL Hartkäse, Salz, schwarzer Pfeffer.
Schritt 1 Wildkräuter waschen, trocknen und in Streifen schneiden.
Schritt 2 Im Mixer zerkleinern und langsam das Olivenöl zugeben. Geriebene Nüsse und Hartkäse dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
200 g Mehl, 80 ml Wasser, 100 g Margarine, Prise Salz, 2 große Zwiebeln, 350 g Brennnessel, 150 g Knoblauchrauke, 200 g Giersch, auch andere Wildkräuter, 1 Knoblauchzehe, 200 g gewürfelter Räuchertofu, 300 g Sojajoghurt, 2 EL Speisestärke, 50 g Margarine, 1 TL Brühe, 100 g veganer Käse, Salz, Pfeffer
Schritt 1 Mehl mit Wasser, Margarine und etwas Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten, in den Kühlschrank stellen. Teig auf einem eingeölten Blech ausrollen.
Schritt 2 In einem großen Topf Räuchertofu, die klein gehackten Zwiebeln und Knoblauch braten. Die gewaschenen und etwas zerkleinerten Wildkräuter dazu geben und bei nicht zu großer Hitze unter ständigem Wenden zusammenfallen lassen.
Schritt 3 Die Kräutermasse auf dem Teig verteilen. Sojajoghurt mit Stärke und zerlassener Margarine verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Brühepulver abschmecken und gleichmäßig über die Wildkräuter gießen. Veganen Käse darüber streuen. Etwa 45 Min. bei 200° backen.
Wildkräuter Quiche
Wildkräuter Risotto
250 g Risotto-Reis
300 g Giersch oder nach Belieben gemischt mit Gänsefingerkraut, Beifuß, Gundelrebe, Löwenzahn (-blüten), Salz, evtl. Parmesan
Schritt 1: Wildkräuter waschen, abtropfen lassen und fein hacken.
Schritt 2: Reis kurz in der Pfanne ohne Fett rösten und anschließend mit ca. ½ l lauwarmen Wasser übergießen, etwas Salz zufügen und aufkochen. 10 bis 15 min köcheln lassen und abgießen.
Schritt 3: Etwas Öl in einen Topf geben und die Kräuter darin andünsten. Danach den Herd abschalten, Reis zufügen und noch 10 min quellen lassen. Parmesan nach Belieben unterrühren, mit (Löwenzahn-) Blüten dekorieren.
Wildkräutersuppe
2 Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, 2 große Kartoffeln, 1 l Gemüsebrühe, 150 g Wildkräuter, Salz, Pfeffer, Muskat
Schritt 1 Zwiebeln und Knoblauch würfeln und im Öl glasig dünsten.
Schritt 2 Kartoffeln schälen, klein würfeln und dazugeben, mit Gemüsebrühe auffüllen und kochen.
Schritt 3 Die verlesenen und gewaschenen Wildkräuter dazugeben, 5 Minuten garen, dann pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Schritt 4 Mit Wildblumenblüten garnieren.
Wildkräuter-Tomatensuppe
1 Handvoll Würzkräuter (z.B. Thymian, Kleiner Wiesenknopf, Gewöhnlicher Dost (Wilder Majoran, Oregano) oder 1 große Handvoll Gemüsekräuter (z.B. Brennnessel, Giersch, Vogelmiere, Bärenklau), 500 ml passierte Tomaten, 200 ml (Soja)-Sahne, ¼ l Brühe, 1 große Zwiebel, 3 Knoblauchzehen, 4 EL Öl, 1 TL Salz, 1 Schnapsglas Sherry, evtl. Creme fraîche
Schritt 1 Zwiebel und die Knoblauchzehen hacken und in Öl glasig dünsten. Die passierten Tomaten hinzufügen, Sahne, Salz, Brühe und Sherry zugeben, erhitzen, aber nicht kochen.
Schritt 2 Die Kräuter verlesen, waschen, fein hacken und in die heiße Suppe geben. Eventuell die Suppe pürieren. Mit Salz abschmecken und evtl. mit Creme fraîche garnieren.